Das Vinschgau auf zwei Rädern
Biken & Radfahren
Die Via Claudia Augusta führt durch das gesamte Vinschgau. Gemütlich, familienfreundlich, geschichtsträchtig. Die Via Claudia Augusta ist mehr als ein Radweg – sie ist Geschichte auf zwei Rädern. Die alte Römerstraße führte einst von der Po-Ebene über die Alpen nach Süddeutschland. Heute ist sie einer der beliebtesten Fernradwege Europas und führt direkt durch Mals. Der Vinschgauer Abschnitt ist flach, familienfreundlich und durchgehend asphaltiert oder geschottert. Ihr radelt durch Apfelplantagen, vorbei an mittelalterlichen Dörfern und immer mit Blick auf die Berge. Die Strecke ist perfekt für E-Bikes, Kinderanhänger und alle, die entspannt die Landschaft genießen wollen.

Von Mals nach Meran
Via Claudia Augusta
Die Etappe von Mals nach Meran – durchs Herz Südtirols – ist rund 70 Kilometer lang und führt durch das gesamte Vinschgau. Die Strecke ist größtenteils eben, nur wenige Steigungen – ideal für einen entspannten Tagesausflug. Tipp: Plant genügend Zeit für Pausen ein. Unser Favorit? Der Fischteich in Prad.
In die andere Richtung führt die Via Claudia Augusta vom Vinschgau über den Reschenpass nach Tirol. Von Mals bis zum Reschensee sind es etwa 20 Kilometer – eine gemütliche Halbtagesetappe. Am See könnt ihr den versunkenen Kirchturm bewundern, in einem der Restaurants einkehren.
Für alle, die es rasant mögen
Mountainbike-Trails
Wer lieber abseits asphaltierter Wege unterwegs ist, findet im Vinschgau ein riesiges Netz an MTB-Trails – von flowigen Forstwegen bis zu anspruchsvollen Singletrails. Besonders beliebt: die 3-Länder-Enduro-Trails, die sich durch Italien, Österreich und die Schweiz ziehen. Diese gehören zu den spektakulärsten MTB-Strecken der Alpen. Mehrere Routen führen von hochalpinen Pässen hinunter ins Tal – über Wurzeln, Steine und steile Kehren.
Beliebte Trails
- Plamort-Trail: Start am Reschenpass, 1.200 Höhenmeter bergab, flowige Passagen mit spektakulärer Aussicht
- Schlinig-Trail: Von der Schliniger Alm hinunter nach Mals, technisch anspruchsvoll, für Könner
- Watles-Trail: Von der Watles-Bergstation ins Tal, gut ausgebaut, auch für fortgeschrittene Einsteiger geeignet


Mit dem E-MTB hoch hinaus
Almtouren
Die Bergwelt kann auch mit E-Mountainbikes erobert werden. Damit erreicht ihr mühelos Almen und Joche, die sonst nur zu Fuß oder mit der Seilbahn erreichbar sind.
Beliebte E-MTB-Touren
- Sesvenna-Hütte: 1.200 Höhenmeter, 20 km, traumhafte Aussicht auf die Sesvenna-Gruppe
- Schliniger Alm-Runde: 800 Höhenmeter, 15 km, durch unberührte Natur
- Haider Alm-Tour: 700 Höhenmeter, flowige Forstwege, Einkehr auf der Alm
für Asphalt-Liebhaber
Rennrad
Auch Rennradfahrer:innen kommen im Vinschgau auf ihre Kosten. Die Pässe rund um Mals gehören zu den Klassikern des Alpenradsports: Stilfserjoch, Reschenpass, Ofenpass. Steile Anstiege, lange Abfahrten, spektakuläre Ausblicke – hier schlägt das Rennradfan-Herz höher.
Stilfserjoch - die Königsetappe
Das Stilfserjoch ist mit 2.758 Metern der zweithöchste Straßenpass der Alpen. Die Auffahrt von Prad aus ist legendär: 48 Kehren, 1.800 Höhenmeter, 24 Kilometer. Wer oben ankommt, hat sich den Titel „Stilfser“ verdient. Die Abfahrt ist genauso spektakulär – aber Vorsicht, die Kehren haben es in sich!
Jedes Jahr im September findet der autofreie Radtag statt – dann gehört die Passstraße ganz den Radfahrern.
Reschenpass - der sanfte Einstieg
Der Reschenpass (1.508 m) ist deutlich gemütlicher als das Stilfserjoch. Von Mals aus sind es 400 Höhenmeter auf 15 Kilometern – eine moderate Steigung, die auch ambitionierte Hobbyfahrer:innen meistern. Oben wartet der Reschensee mit dem berühmten versunkenen Kirchturm.
Ofenpass – hinüber ins Engadin
Der Ofenpass verbindet das Vinschgau mit dem Schweizer Engadin. Von Mals aus erreicht ihr den Pass über das Münstertal – eine anspruchsvolle, aber landschaftlich reizvolle Strecke. Oben angekommen lohnt sich ein Abstecher nach S-chanf oder St. Moritz.

das ganze Jahr auf dem Bike
Saisonale Highlights
Frühling01
Apfelblüte & erste Touren
Ab April sind die meisten Radwege wieder befahrbar. Die Apfelblüte verwandelt das Tal in ein weißes Blütenmeer – perfekt für gemütliche Touren auf der Via Claudia Augusta. Die Pässe sind meist bis Mai noch gesperrt, aber im Tal herrschen ideale Bedingungen.
Sommer02
Hochalmen & Enduro-Spaß
Im Sommer öffnen die hochalpinen Trails. Jetzt ist die beste Zeit für Enduro-Touren, Almrunden und Passfahrten. Die Temperaturen sind angenehm, die Tage lang – perfekt für ausgedehnte Bike-Abenteuer.
Herbst03
Goldene Lärchen & klare Sicht
Der Herbst ist die schönste Bike-Saison im Vinschgau. Die Luft ist klar, die Fernsicht reicht bis zu den Gletschern, und die Lärchen leuchten goldgelb. Die Pässe sind noch offen, die Trails trocken – besser geht’s nicht!
Winter04
Fatbike & Winterradeln
Auch im Winter könnt ihr radeln! Viele Wege sind präpariert, und mit einem Fatbike rollt ihr sogar durch den Schnee. Ein ganz besonderes Erlebnis für alle, die auch in der kalten Jahreszeit nicht auf zwei Räder verzichten wollen.



Praktische Infos
Für euren
Urlaub auf 2 Rädern
Bike-Garage im Bio Hotel Panorama
- Jeder Stellplatz mit Steckdose zum Laden
- Abschließbar, videoüberwacht
- Luftpumpe
- Waschplatz für eure Bikes
Bike-Verleih & Service
- Mehrere Verleiher in Mals (E-Bike, MTB, Rennrad)
- Geführte Touren mit lokalen Guides wie Vinschgaubike oder Südtirolbike
- Bike-Werkstätten für Reparaturen
Bergbahnen mit Bike-Transport
- Watles: Bikes erlaubt (gegen Aufpreis)
- Schöneben: Bikes erlaubt
- Reschenpass: Bustransfer mit Bike-Anhänger
Karten & Apps für eure Tourenplanung
- Bikemap.net: Routen & GPS-Tracks zum Download
- Komoot: Detaillierte Tourenplanung mit Community-Bewertungen
- Vinschgau Bike-Karte: Erhältlich im Hotel oder beim Tourismusverband Vinschgau
Beste Reisezeit
- Via Claudia: April-Oktober
- MTB-Trails: Juni-September
- Rennrad-Pässe: Juni-Oktober (Stilfserjoch oft erst ab Juni offen)
Insider-Tipps
von den Gastgebern
Bike-Tipp von Thea
„Am schönsten ist das Radfahren entlang der Via Claudia Augusta am Reschensee nachmittags, wenn die Sonne hinter den Bergen versinkt und den Kirchturm in warmes Licht taucht. Dann lohnt sich auch eine Fahrt mit der MS Hubertus über den See – ein unvergessliches Erlebnis!“