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Der Quereinsteiger

Gerd Wallnöfer

Vierzig verschiedenen Apfelsorten auf einem Hektar Grund – kann das gutgehen? Gerd Wallnöfer aus Prad am Stilfserjoch beweist seit 2004, dass es nicht nur gutgeht, sondern dass man damit sogar den Geschmack des Apfelsaftes neu definieren kann. Gerd, der ursprünglich einen konventionell bewirtschafteten Hektar vom Schwiegervater übernahm, hat sich mit Mut und echter Leidenschaft zu einem der innovativsten Bio Apfelbauern im Obervinschgau entwickelt.

Heute verkauft er jährlich 20.000 Liter Bio Apfelsaft – und experimentiert dabei mit Kreationen wie Apfel-Ingwer, Apfel-Orange, Apfel-Karotte oder sogar Apfel-Kaffee. Seine Säfte sind nicht nur beim Frühstück im Bio Hotel Panorama ein Genuss, sondern die Äpfel auch die Grundlage für Friedrich Steiners Apfelbrände und Liköre aus der hauseigenen Brennerei.

Schafe weiden bei Karl Thöni Mals in einem sonnigen Bergtal mit schneebedeckten Gipfeln.

Der Sprung ins kalte Wasser

Wie es begann

2004 war das Jahr, in dem Gerd Wallnöfer den Hektar Apfelanlage vom Schwiegervater übernahm. Dort standen Jonagold-, Golden- und Red-Delicious-Bäumchen, alle 1991 gepflanzt. Als er auf den finanziellen Ertrag schaute, traute er seinen Augen nicht: 21 Cent pro Kilo Jonagold wurden von der Genossenschaft ausgezahlt.  

 

Also musste er genauso querdenken, wie er eingestiegen war. Die Umstellung auf Bio erfolgte 2008. „Das war ein Gefühl“, sagt Gerd über die geglückte Umstellung, „als komme man in einer kalten Winternacht in die warme Stube nach Hause zurück.“

Bio Äpfel statt Massenware

Seltene Sorten

Heute wachsen auf seinem Hektar vierzig verschiedene Apfelsorten – darunter der Kronprinz Rudolf, eine der Stars in Gerds Sortiment. Die kleine Apfelsorte ist angenehm süß und säuerlich zugleich, fein gewürzt, wahnsinnig saftig – und besticht durch ein rotwangig-sympathisches Äußeres. Der Kronprinz Rudolf teilt einige Eigenschaften mit seinem größten Fan, Gerd: Beide sind in der Lage, raue und kalte Zeiten ohne große Mühe zu überstehen, und beide nehmen sich ihre Zeit.

 

„Warum hält sich die Mär vom großen, perfekten Apfel so hartnäckig?“, fragt Gerd. Seine kleinen Kronprinzen sind der lebende Beweis, dass es auf Geschmack, Qualität und Vielfalt ankommt – nicht auf makellose Größe.

vitaminreich und ehrlich

Naturtrübe Säfte

Gerd Wallnöfer verkauft jährlich 20.000 Liter Apfelsaft, die alle vor dem Verpacken auf mindestens 80 Grad Celsius erhitzt werden – so wird er pasteurisiert. „Natürlich sind naturtrübe Säfte vitaminreicher“, erklärt er. „Denn in den Schwebeteilchen stecken wertvolle Inhaltsstoffe.“ Was man schmeckt, ist 100% naturrein: ohne künstliche Zusätze, ohne Konzentrate, ohne Zucker, ohne Farbstoffe. Rein, naturtrüb und ungefiltert – so, als hätte man die Saftpresse selbst bedient.

 

Friedrich Steiner, sein Cousin, ist von der Qualität überzeugt: „Das Besondere ist doch das, was in dieser Kiste drin ist. Die enorme Qualität des Apfels, die mit Arbeitsaufwand, Zeit und Geld verbunden ist.“

Im Takt der Natur

Bio & regional

Auf seinem Hektar in Prad krabbelt ein Marienkäfer einen Apfelbaum hinauf, eine Biene surrt vorbei, eine Spinne baut ihr kunstvolles Haus zwischen den reifen Äpfeln. Familie Wallnöfer ist dankbar für das, was die Natur gibt. Dankbar für das Leben.

 

Im familiengeführten Kleinbetrieb wird Qualität großgeschrieben – und nur erlesene Bio Äpfel werden für die Herstellung der Produkte verwendet. Dabei setzt die Familie der Kreativität keine Grenzen. Alles kommt entweder aus hofeigenem Anbau oder aus fair gehandeltem Bio Anbau.

Regionaler Biogenuss

Was Gerd ans Bio Hotel Panorama liefert

Seit vielen Jahren beliefert Gerd Wallnöfer das Biohotel Panorama mit: naturtrüben Bio Apfelsäften (Apfel pur, Apfel-Ingwer, Apfel-Orange, Apfel-Karotte), Äpfeln für die Brennerei Steiner (für Apfelbrände und Liköre) und seltenen Apfelsorten wie Kronprinz Rudolf. Beim Frühstück im Bio Hotel Panorama könnt ihr Gerds Säfte kosten – frisch, naturtrüb und voller Vitamine. Und wenn ihr abends ein Glas Apfelbrand von Friedrich genießt, denn es steckt auch da die Arbeit und Leidenschaft von Gerd Wallnöfer drin.

Zwei schlichte grüne Blattsilhouetten evozieren die Essenz eines Biohotels Südtirol auf Grau.
Drei Erwachsene, zwei Senioren und ein Kind lächeln in einer Hängematte im Biohotel Südtirol am Fenster.

Insider-Tipps

von den Gastgebern