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Bauer aus Leidenschaft

Karl Thöni

Wer Karl Thöni aus dem kleinen Weiler Wies in Langtaufers kennenlernt, merkt schnell: Hier spricht ein Mann der Berge, der lieber Zahlen für sich sprechen lässt als viele Worte zu verlieren.

50 Ostfriesische Milchschafe, ein Eber, zwei Säue, rund 40 Ferkel jährlich, zwei Bordercollies namens Milli und Lucky, drei kräftige Norikerpferde – und jeden Sommer zieht es ihn hinauf auf die Almen, wo er seit 47 Jahren als Hirte rund 800 Schafe von neun verschiedenen Bauern hütet.

Schafe weiden bei Karl Thöni Mals in einem sonnigen Bergtal mit schneebedeckten Gipfeln.

Seit 47 Jahren in den Bergen

Vom Hirten zum Bio Bauern

Karl Thöni wurde die Leidenschaft für die Schafe in die Wiege gelegt. Heute, mit 58 Jahren, verbringt er jeden Sommer auf den Almen und kümmert sich um die Herden von neun Bauern. „Hier am Hof ist mehr Arbeit als oben bei den Schafen“, sagt er mit einem Schmunzeln. Während er hütet, schmeißt seine Frau Erika den Hof. Ab und an wechseln die beiden für ein paar Wochen die Jobs – dann geht Erika auf die Almen in der Schweiz und Karl kümmert sich um die eigenen Tiere.

Aus Leidenschaft

Kreislauf­wirtschaft

 

Karl ist nicht nur ein Hirte aus Leidenschaft. Er ist ein Meister der Kreislaufwirtschaft. Seine Schweine bekommen täglich frische Molke vom Gamsegghof der Familie Hohenegger – eine wertvolle Eiweißquelle, die das Fleisch besonders zart macht. Im Sommer gibt es für die Tiere frisches Gras, im Winter Heublumen. Alles natürlich, alles aus eigenem Anbau. Seit 2005 ist sein Betrieb bio-zertifiziert, und zweimal wöchentlich liefert er die Milch seiner Schafe an die Käserei Gamsegghof, wo daraus ein schmackhafter Schafskäse entsteht.

Gelber Kreis mit deutschem Text drum herum: Urlaub im Einklang mit der Natur.

Karl Thöni

Sein Hof & seine Werte

Robust und fruchtbar

Die Rasse kommt aus dem flachen Norden Deutschlands – ein ungewöhnlicher Kontrast zur Bergwelt des Vinschgaus. Doch Karl schätzt die Ostfriesischen Milchschafe, weil sie robust, frühreif und fruchtbar sind. Ihr Widder ist allerdings ein eigenwilliges Tier: „Auf der Weide ist er unmöglich, da rennt er schon mal einen Menschen um“, erzählt Karl. Doch der Schutzinstinkt des Widders ist auch ein Zeichen dafür, dass die Tiere gesund und stark sind.

Ein Gewinn für alle

Karl Thöni bezieht die Molke von der Käserei der Familie Hohenegger. Was für andere Betriebe ein Abfallprodukt ist, wird bei ihm zum wertvollen Futter für die Schweine. Die Molke macht das Schweinefleisch zarter. Diese Zusammenarbeit ist ein perfektes Beispiel für regionale Kreislaufwirtschaft. Alles bleibt im Tal, alles ist bio-zertifiziert.

Drei weitere in Pacht

Auf seinem Hof bewirtschaftet Karl Thöni sechs Hektare eigenen Grund und weitere drei Hektare in Pacht. Das Futter für seine Tiere produziert er größtenteils selbst: Im Sommer gibt es frisches Gras, im Winter Heublumen. Artgerechte Tierhaltung und bio.

Alle packen mit an

Auch seine drei Kinder Johanna, Simon und Manuel packen mit an. Sohn Simon, der Mittlere, hat die Leidenschaft für die Landwirtschaft geerbt und kann sich gut vorstellen, in die Fußstapfen der Eltern zu treten. Ihn hat Karl schon als Baby zum Hüten mitgenommen.

Regionaler Biogenuss

Was Karl ans Bio Hotel Panorama liefert

Seit vielen Jahren beliefert Karl Thöni das Bio Hotel Panorama mit Biofleisch aus artgerechter Haltung: Schweine (rund 20 Schweine jährlich), Lämmer und Schafe. Alle Tiere werden natürlich gefüttert – im Sommer mit frischem Gras, im Winter mit duftenden Heublumen. Auf Friedrichs Idee hin begann Karl Thöni, sein Fleisch zu verkaufen – heute zählt das Panorama zu seinen treuesten Abnehmern.

Zwei schlichte grüne Blattsilhouetten evozieren die Essenz eines Biohotels Südtirol auf Grau.
Ältere Frau mit grauem Haar sitzt in einem Hängesessel auf einem Balkon bei Karl Thöni Mals.

Insider-Tipp

von Thea

Zwei schlichte grüne Blattsilhouetten evozieren die Essenz eines Biohotels Südtirol auf Grau.
Ältere Frau mit grauem Haar sitzt in einem Hängesessel auf einem Balkon bei Karl Thöni Mals.

Insider-Tipp

von Thea

Eine Schlittenfahrt im Winter:

Im Winter lohnt sich eine romantische Schlittenfahrt mit Karl und seinen Norikerpferden zur Melager Alm – eingehüllt in warme Decken, der Schnee unter den Kufen und ringsum die weiße Stille des Langtauferertals. Ein unvergessliches Wintererlebnis für alle, die auch gerne einmal Ruhe genießen.